Unser Trip nach Taiwan - Ein unvergessliches Abenteuer

,,Moment mal. Das habe ich nicht ganz verstanden. Wie kommst du denn nach Taiwan?" Antwort: ,,Na mit dem Flugzeug." Die Reaktionen der Menschen, denen wir unsere Reisepläne erklärten, waren immer dieselben: eine Mischung aus Überraschung und Verwirrung. Im Sommer 2016 bekam das Evangelische Gymnasium in Doberlug-Kirchhain weit gereisten Besuch. Einige Schüler, die einen Deutschkurs belegten, der NEHS (National Experimental High School) kamen nach Deutschland, um den ersten Teil des Austauschprojekts mit dem Gymnasium, zu beginnen. Nun waren wir an der Reihe und starteten einen Besuch...



Am Abend des 7. März war es endlich soweit, nach Monaten des Planens und Organisierens, standen endlich alle 14 Schüler und 7 Aufsichtspersonen am Flughafen Tegel. Links den Koffer, rechts das Flugticket und die Gedanken waren schon längst in Taiwan. Wir waren knapp einen Tag unterwegs, doch es hat sich gelohnt. Wir wurden sehr herzlich in Empfang genommen, von unseren liebevollen Gastfamilien und waren gespannt was in den nächsten Tagen geschehen wird. Die Schüler der NEHS haben uns mit einem tollen Programm an ihrer Schule willkommen geheißen und wir waren ausgesprochen beeindruckt von dem ganzen Gelände. Uns wurde viel gezeigt, wir konnten selbst ausprobieren, wurden in den Unterricht einbezogen und hatten die Möglichkeit uns mit den taiwanesischen Schülern auszutauschen.



Glücklicherweise waren wir nicht jeden Tag in dem Unterricht eingeplant, so konnten wir Taichung, zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten sowie die Hauptstadt Taipeh besichtigen. Jeder Tag war sehr besonders, obwohl uns eine Fahrradtour nicht erspart geblieben ist und auch, wenn hin und wieder die Müdigkeit Einzug hielt, hatten wir immer einen Grund zu strahlen und trotzdem Spaß an den Ausflügen zu haben. Warum wir öfters mal gähnen mussten? Ganz einfach, die Tage waren sehr lang, nach den Ausflügen, welche die Schule organisiert hat, haben wir mit unseren Gastfamilien oft noch etwas unternommen. So kam es, dass wir meistens erst um elf Zuhause waren und früh wieder zeitig aus den Federn mussten. Dennoch hat sich keiner beschwert, denn wer etwas erleben möchte, darf nicht schlapp machen.
Die Zeit in Taiwan war die beste Erfahrung, die wir bis jetzt gemacht haben. Wir haben so viel erlebt, konnten Menschen kennenlernen, die wir niemals getroffen hätten. Uns wurde die taiwanesische Kultur gezeigt und wir durften aktiv an Alltag und Ritualen teilhaben. Wir sind um die Welt geflogen um für 10 Tage ein Land zu erkundigen, was uns immer herzlich Empfangen hat und uns vieles mitgegeben hat. Uns wurden nicht nur viele Präsente überreicht, sondern wir haben auch viel gelernt. Unser Blick auf die Welt hat sich verändert, durch neue Erfahrungen, Eindrücke und andere Menschen. Diese Reise zu machen, war für alle Beteiligten eine tolle Sache und wird uns immer in Erinnerung bleiben. Wenn wir nun von unserer Reise berichten, sehen uns die Menschen mit einem Blick an, der sehr besonders ist. Es ist eine Mischung aus Bewunderung und Stolz, denn 14 Schüler, keiner Älter als 17 Jahre, haben diese Reise angetreten und sind mit einem kurzen Kapitel ihres Lebens wiedergekehrt, was gefüllt ist mit Erinnerungen, die uns keiner mehr nehmen kann.

Autorin: Andrea Hartnick

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